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Consulting Kunde Ziele

Was bedeutet eigentlich Beratung?

Consultant

Der Begriff „Consultant“ ist in den letzten Jahren sehr inflationär verwendet worden und geniest damit leider einen ähnlichen Ruf wie das BWL-Studium; nett, aber der Anspruch der Brauchbarkeit muss in der Realität unter Beweis gestellt werden. Da gibt es die „Junior Consultant“, die „Senior Consultant“, die „Principal Consultant“ oder einfach nur die Consultants. Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Akzentuierung, ob jemand Junior oder Senior Consultant ist, primär am Alter festgemacht wird. Wenn es darum geht kundengerechte Konzepte zu realisieren, die die Lebensdauer von PowerPoint-Folien übertreffen, trennt sich die Spreu vom Weizen. Beratung erfordert in erster Linie Kommunikationskompetenz und jede Menge Softskills. Die bekommt man nicht durch Zertifikate und nur bedingt durch überfüllte PowerPoint-Folien, die den Kunden mehr abschrecken als ansprechen.

Beratung = Zuhören + Mehrwert

Beratung basiert auf zwei wesentliche, wenn nicht sogar essentiellen Säulen: Zuhören und Mehrwert schaffen. Idealerweise enabled man den Kunden die vorgeschlagene Lösung selbstständig umzusetzen und setzt während dieser Rollout- oder Etablierungsphase auf Coaching und / oder Mentoring. Der Berater fungiert hierbei als Ideengeber und Mentor auf dem Weg zur kundengerechten Lösung. Es ist auch nicht Fall den Kunden mit alternativen Vorschlägen zu konfrontieren. Dies sollte allerdings nie in einen Wettbewerb der Ideen ausarten. Oft ist die sanfte Lösung der bessere Weg und eine ideale Lösung braucht immer mehrere Iterationen.

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen wie wichtig die Chemie zwischen dem Kunden und der externen Beratung ist. Berater, die ihre Alpha-Männchen-Mentalität nicht im Griff haben machen unter Umständen mehr kaputt als ganz. Es gab schon Situationen in der geballtes Wissen, gepaart mit einer lautstarker Stimme zum vorzeitigen Abbruch des Meetings und der direkten Rückgabe des Besucherausweises geführt haben. Mein persönliches Mantra ist nach über zwanzig Jahren kundenseitiger Unterstützung:

  1. Für keine der gestellten Herausforderungen braucht man einen Nobelpreis.
  2. Lösungen sind immer iterative und inkrementell
  3. Erhöhe deinen Mehrwert durch stetige vertrauensbildende Massnahme

Meine Kunden sagen mir immer, dass ich das alleine gemacht hätte und ich antworte jedes Mal sinngemäss, dass ich ohne unsere Brainstroming-Sessions und gemeinsame Vorführungen nie so gute Ideen zu Papier gebracht hätte.

Consulting Schiff Erfolg

Beratung ist immer eine gemeinsame Reise mit dem Kunden zusammen. Mal fährt man durch stürmisches Gewässer und muss Klippen umschiffen. Dann wieder hat man Rückenwind und kommt seinem Ziel schneller näher. Auch muss man eventuell mal auf dem Weg zum Ziel in einen Hafen einen Zwischenstopp einlegen um Reparaturen durchzuführen, eine alternative Route eventuell zu diskutieren, oder sogar mit einer anderen Crew die Fahrt fortsetzen. Immer mit dem Blick auf‘s gemeinsame Ziel.

 

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Harald Schmidt

Harald Schmidt
Email: harald.schmidt@spf-consulting.ch
Kontakt: https://www.spf-consulting.ch/kontakt/

SCRUM Säulen

Warum “agil sein” so schwer ist.

“Wir sind schon agil, wir müssen nichts mehr anpassen!”
Wie oft habe ich diesen Satz in den letzten Jahren schon gehört.

Da kriege ich kurz einen Puls von 180. Dann muss ich mich zurücklehnen und mir wieder das Kernprinzip der Agilität in Erinnerung rufen: “Bessere Wege finden um Software zu entwickeln.” (Agile Manifesto). Das agile Manifest ist nun schon seit 20 Jahren online. Wer lediglich diesen ersten Satz des Manifest gelesen und verstanden hat, weiss dass Anpassungen zur Agilität dazu gehören. Viele kennen sogar noch die vier Wertepaare vom Manifest, die wenigsten jedoch die darunter angehängten 12 agilen Prinzipien.

Also dreimal kurz durchatmen. Der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Frei nach dem Motto: “Never change a winning horse.” Wenn wir uns einmal eine Verhaltensweise zugelegt haben, die funktioniert, dann lassen wir nur ungern davon ab. In der heutigen VUCA Welt ist das Festhalten an alten Gewohnheiten keine gewinnbringende Strategie. Das mussten schon viele Firmen in den letzten Jahren schmerzhaft erfahren. Kleinere und beweglichere Firmen konnten neue Marktbedürfnisse schneller abdecken oder sich rascher an die Änderungen anpassen.

Schwab - fast fish

[Klaus Schwab, WEF Davos Februar 2015, https://www.weforum.org/agenda/2015/02/are-you-ready-for-the-technological-revolution/]

Auf das Verhalten der Mitarbeiter in Firmen bezogen bedeutet dies, dass durch stetiges Lernen bestehende Gewohnheiten hinterfragt und neue Wege und Verhaltensmuster angewendet werden. Ein weit verbreitetes Instrument in der agilen Welt dafür ist die Retrospektive. In der durch den Scrum Master geführten Retrospektive hinterfragt das Team seine bestehenden Abläufe, sucht nach Verbesserungen, diskutiert offen über Fehler und bringt so jeden einzelnen in seiner Entwicklung weiter. Damit dies tatsächlich passiert, ist (insbesondere in der Retrospektive) eine grosse Portion Mut und Offenheit erforderlich. Ich muss den Mut haben, Fehler einzugestehen. Daraus zu lernen. Das ist für viele in bestehenden Firmenkulturen sehr schwer. Dort werden nämlich Fehler für “finger pointing” und Abmahnungen missbraucht. Den Chefs fällt dies sogar noch schwerer, da sie zum Chef ernannt wurden, weil sie besser als die anderen sind, d.h. ihnen passieren natürlich auch keine Fehler. Zumindest sieht das die Organisation so. Mit selbstorganisierten Teams in der agilen Welt ist dieser Umstand aus dem Weg geräumt. Die Mitglieder des Teams müssen sich gegenseitig für ihre Versäumnisse verantwortlich machen. Das gelingt nur durch echtes und ehrliches Feedback. Was wiederum eine Portion Mut erfordert! Manchmal muss man auch ein negatives Feedback äussern und dies möglichst ohne sein Gegenüber zu verletzen.

Es ist darum nicht verwunderlich, dass der Scrum Guide mit der Version aus dem Jahr 2016 folgende Werte als Basis des Scrum-Frameworks aufgenommen hat:

SCRUM Säulen
  • Fokus

  • Respekt

  • Mut

  • Offenheit

  • Selbstverpflichtung

Zusammen mit den tragenden Pfeilern der Transparenz, Überprüfung und Anpassung entfaltet sich das Scrum Framework zum Effizienzmotor. Leider verstehen viele Firmen nicht, dass genau diese Werte die Basis sind, um agil zu werden. Lediglich durch die Einführung von neuen Prozessen, Rollen und Artefakten wird eine Firma noch lange nicht agil. Erst wenn die Menschen in der Organisation die oben genannten Werte spüren und auch vorgelebt bekommen, dann wird ein agiler Ruck durch die Firma gehen. Dann werde ich auch nicht mehr den Satz hören müssen: “Wir sind schon agil, wir müssen nichts mehr anpassen!”

In diesem Sinne: Habt Mut und geht neue Wege. Je häufiger ihr neue Wege geht, desto mehr wird dies zu eurer neuen Gewohnheit und ihr werdet selber zum “fast fish” :-).

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Stefan Meier

Stefan Meier
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agile lifecycle

Agile methodologies and organisational agility

The world is dynamic meaning that change is inevitable. Industries force businesses to keep up with these changes. No matter how long your project takes to realise, many aspects of your environment will be subject to change. Throughout the course of your project, many changes can occur in your customers, industry, competition or even your team(s). Adopting agile methodologies means cultivating a flexible outlook that adapts to dynamic industries. It’s called “Agile” because of its ability to accommodate change. Agile methodologies emphasise partitioning work into iterations, with each iteration delivering a minimal viable product (MVP), or enhancements of said product. The MVP helps the customers experience your product. Despite the changing environment of which your business is subjected to, the only measure of progress in such contexts is literally the delivery of the MVP, or functionality your customers are expected (or should) use. Agile methodologies are intended to help your team minimize production loss, and to avoid developing unwanted aspects of your product (or features).

Learn how to be a successful visionary Agile Leader.

Agile Methodologies and organisational flexibility

Even now, companies implement complex approaches in an attempt to secure the uncertainties of the future. This method is often rigid, inflexible, and unresponsive to the dynamics of the industry, often referred to as the „waterfall“ approach. Adapting to the changing milieu helps companies respond to customer feedback, which is crucial to your product’s success. This feedback helps you make implementations wherein your customer gains a new (and better) understanding of your product. Throughout the course of the product’s development, especially after you’ve introduced it to the customer, wouldn’t you rather augment the product than engage in an entire re-planning process? This is exactly where agile can help you. Agile methodologies can be scaled, with respect to your project demands, number of teams, and the scope that project entails. When using an agile method keep in mind that:

  1. Agile does not limit developers to certain techniques or methods. This gives space for your team to innovate and discover optimal ways for implementing requirements;
  2. Agile is flexible enough to permit adaptation to your organisation;
  3. Agile methodologies employ variable approaches, such as different software development techniques.

The transition phase between each iteration is focused on acquiring customer feedback. Early detection of issues found in your product, from the customer’s point of view, will help you adjust your product accordingly. The team engages in consistent and constant testing to ensure that customer feedback is seamlessly integrated. When the team receives the customer’s feedback, they use it to determine the context of that feedback and where it fits among their priorities. A common thought is that, „there is no planning in Agile if all you do is evolve iteratively“. In some cases that may be true, some aspects of your product may spontaneously evolve without you being aware of its direction. It’s important to give room, and possibility, for this to occur. Nevertheless, agile methodologies encourage planning under the condition that those plans are flexible and responsive to those environments where those plans are situated. According to Shane Hastie, the Director of Agile Learning Programs for ICAgile and founding chair of the Agile Alliance New Zealand, agile should not cause your team to ignore design principles. Agile still needs analysis to review impactful decisions and assess what changes are necessary. Shane Hastie expressed that, “There is nothing in the agile manifesto about not planning the overall structure of the product from the beginning”. This integrated natural alignment towards planning allows agile companies to lower their risk by working on what is actually necessary, and avoiding waste in the process of the project’s realisation.

 

Agile Methodologies and customer feedback

agile methodologies customer feedback

 

The diagram above represents how the iterations (also called sprints) (could) work. Keep in mind that a cycle, or aspects of an iteration, may be adapted to the team’s purpose. The diagram above is merely an example of a possible iteration cycle. The cycle perpetuates infinitely, there is no end to it (unless the project has really come to an end). Each cycle releases a functional prototype, or improvement of the prototype, to stakeholders and customers. The upcoming iterations are based on feedback obtained during review cycles of previous iterations. The ‘requirements’ phase is where the business defines what is needed. This depends on the initial purpose of the project or customers’ feedback on previous iterations. After defining the requirements, the team responsible will begin the development phase. Once development is complete, acceptance tests begin to ensure quality compliance. The team tests regularly, and actively, throughout the entire engagement of the work. When ready, the developed prototype is released to the customer. Feedback is gathered from customer, and stakeholders, who use this product. This feedback is reviewed thoroughly by the developing team and thus the cycle begins anew.

Apart from changes in customer’s needs, other changes are expected to take place such as in the economy, laws, team, business competition, etc… It may not be necessary to accommodate all of these industry changes, but some cannot go unnoticed. If these industry-impacting changes are not properly accounted for, the organisation may suffer the consequences of its neglect. Agile methods help businesses reduce the impact of these unplanned occurrences allowing you the flexibility to adapt on-the-flow to changing organisational dynamics.

Embrace your inner agility today!

 

Dein Kontakt

Sufi Mohamed

Sufi Mohamed
Email: sufi.mohamed@spf-consulting.ch
Twitter: https://twitter.com/agile_sufi
Kontakt: https://www.spf-consulting.ch/kontakt/

«Dediziert den Wert Ihrer Teams aufdecken.»
Die Erfahrung von Sufi im agilen Beruf hat ihm geholfen Prozesse, Ziele und den Wert von Teams zu identifizieren. Mit Know-how im Agile Requirements Engineering und verschiedenen agilen Methoden (Scrum, SAFe, LeSS, Kanban, ScrumBan, etc….) engagiert sich Sufi dafür, die Qualität Ihrer Teams und deren Affinität zu agiler Mentalität aufzuzeigen.